Interkulturelle Handlungskompetenz 


Bevor Oliver M. ,Vertriebsleiter eines mittelständischen Unternehmens für Mikroelektronik, nach Malaysia ging, wurde er umfangreich über die geschäftlichen Gepflogenheiten in dem Zielland gebrieft. Sie wissen schon: wie überreiche ich die Visitenkarte richtig, wie begrüße meinen Gegenüber usw. Bei seiner Ankunft wollte M. mit seinem Stab gleich mit den Verhandlungen loslegen. Irritiert waren sie, als die Gastgeber ihnen zuerst die Stadt zeigen wollten und auch sonst viel Zeit vergeudeten. Mehrmals lehnt M. mit dem Hinweis ab, dass man in drei Tagen zurückfliege. Die Stimmung kühlte merklich ab. Herr M. hat das dumpfe Gefühl, dass hier was schiefgelaufen ist. Aber was? Übrigens: das Geschäft kam nicht zu Stande.

Interkulturelle Kompetenz (IKK) heißt nicht, dass Sie lernen starren Regeln zu beachten. Vielmehr eröffnet Ihnen ein IKK Training die Fähigkeit kulturelle Bedingungen und Einflussfaktoren in der Wahrnehmung, im Urteil, im Denken, in den Emotionen und im Handeln bei sich selbst und bei fremden Personen zu erfassen, zu würdigen, zu respektieren und produktiv zu nutzen.

IKK ist die notwendige Voraussetzung für eine angemessene, erfolgreiche und für alle Seiten zufriedenstellende Kommunikation, Begegnung und Kooperation mit Geschäftspartnern und Kollegen aus unterschiedlichen Kulturen. Das länderkundliche Training rundet das IKK Training letztendlich ab.

Ziel

In dem Seminar betrachten und analysieren wir unterschiedliche geschäftliche Situationen, damit Sie eine Vorstellung davon bekommen, welche gedanklichen Prozesse, Emotionen und Motivationen Ihr Verhalten und das des ausländischen Partners bestimmen. Dabei geht es nicht darum, spezielle Kenntnisse über eine spezifische Kultur zu erwerben. Es geht vielmehr darum, eine Sensibilität und Feinfühligkeit für die kulturellen Determinanten menschlichen Verhaltens allgemein aufzubauen.

Ihr Nutzen:

Sie können auf einem internationalen Markt professionell auftreten. Sie verhalten sich Kunden und Geschäftspartnern gegenüber in einer angemessenen Art und Weise, alle Beteiligten fühlen sich wohl – und das vergrößert die Chancen auf eine gute Zusammenarbeit und erfolgreiche Geschäftsabschlüsse.

Kulturunabhängige Trainings versuchen eine generelle Sozialkompetenz zu entwickeln und legen den Fokus unter anderem auf einen bewussten, kritischen Umgang mit Stereotypen. Im Gegensatz zu kulturspezifischen Trainings, in denen es darum geht, die Aspekte kennenzulernen, die in der ausgewählten Kultur relevant sind. 

Inhalte:

  • Reflexion der eigenen Kultur
  • Wahrnehmung im interkulturellen Kontext
  • Stereotypen  und Vorurteile
  • Techniken des kulturellen Umgangs
  • Führungsverhalten unter kulturellern Diversitätsbedingungen
  • Interkulturelle Teamarbeit
  • Verhandeln mit ausländischen Geschäftspartnern
  • Bedeutung von Status und Rolle
  • Soziale Wahrnehmung und Eindrucksbildung
  • Lob und Tadel 
  • Kulturdimensionen: Zeit, Raum, Machtdistanz, Individualismus/Kollektivismus, direkte/indirekte Kommunikation

Zielgruppe:
Geschäftsführer, Vertriebsmitarbeiter, Einkäufer, Projektleiter in internationalen Teams, Personen, die beruflich mit Menschen aus den unterschiedlichen Kulturkreisen zu tun haben sowie Mitarbeiter, die sich auf Auslandsaufenthalte vorbereiten möchten.

Methoden: 

Trainerinput, Diskussion und Austausch bereits gemachter Erfahrungen, Case Studies, Paar- und Gruppenarbeiten, Film- und Bildanalysen

Termin und Ort:

  • Dienstag, 3. April 2019 - Mittwoch, 4. April 2019, Erfurt
  • Mittwoch, 10. April 2019 - Donnerstag, 11. April 2019, München
  • Mittwoch, 8. Mai 2019 - Donnerstag, 9. Mai 2018, Düsseldorf

1. Tag: 09:30 - 18:00 Uhr  -  2. Tag : 8:30 - 16:30 Uhr

Investition:
850,00 € netto zzgl. 19 % MwSt. ((inkl. Getränke, Pausensnacks, Mittagessen, Seminarunterlagen sowie bei Fragen ein einstündiges Telefoncoaching bis drei Monate nach Seminarende) 

Das Seminar ist auch als Firmenseminar buchbar.

 

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